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Der Zoomfaktor

Der Zoomfaktor gibt an, wie groß der Brennweiten-Unterschied zwischen der kürzesten und längsten Brennweite ist. Je größer der Zoomfaktor eines Objektivs ist, umso leistungsfähiger ist es. Bei Kompaktkameras gelten Zoomfaktoren von 10fach als gut. Sogenannte Superzoom-Kameras bringen es auf Faktoren von 30fach und mehr.

Die Brennweite eines Objektivs legt fest, welcher Bildausschnitt aufgenommen wird. Um möglichst flexibel auf verschiedene Aufnahmesituationen reagieren zu können, werden in Kameras meist Objektive mit veränderbarer Brennweite eingebaut – sogenannte Zoomobjektive. Der Zoomfaktor errechnet sich aus dem Unterschied zwischen kürzester und längster Brennweite. Ein Beispiel: Ist die kürzeste Brennweite (Weitwinkel) des Kamera-Objektivs 24 Millimeter und die längste Brennweite (Tele) 288 Millimeter, so beträgt der Zoomfaktor 12fach – 288 / 24 = 12. Je größer der Zoomfaktor ist, umso flexibler lässt sich die Kamera einsetzen.

Ein großer Zoomfaktor ist nicht alles

Zwar ist der Zoomfaktor ein wichtiges Kriterium beim Kamerakauf, aber nur riesige Zoomfaktoren bringen nicht nur Vorteile. Warum? Weil die optische Leistung eines Objektivs mit großem Zoomfaktor nicht so gut ist, wie die eines Objektivs mit geringerem Zoomfaktor. Das liegt an der aufwendigen Konstruktion dieser Superzoom-Objektive bei der sich viele Linsen millimetergenau im Objektiv bewegen müssen. Zudem ist die sogenannte Lichtstärke solcher Objektive schlechter. Die Lichtstärke gibt an, welches die größte Blendenöffnung des Objektivs ist, sprich wieviel Licht maximal zum Aufnahmesensor gelangen kann. Meist haben Superzoomobjektive eine größte Blende von 3.5 oder 5.6. Zum Vergleich gute und lichtstarke Objektive haben eine Ausgangsblende von 1.8. Ein weiteres Problem von Superzoom-Objektiven: Im Telebereich steigt die Verwacklungsgefahr. Scharfe Aufnahmen gelingen nur dann, wenn die Kamera mit einem guten Bildstabilisator ausgestattet ist.